Wissenschaft ist für jeden zugänglich

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Was ist von einem Beitrag eines Diplom-Biologen und eines Geobotanikers zu halten, der wissenschaftliche Expertise gegen Fake News fordert, aber im Text behauptet, Eulen könnten „ihren Kopf um 180 Grad drehen“ – statt, richtiger, um 270 Grad? Das mag eine lässliche Sünde sein, sie zeigt aber die Komplexität des Problems: Irren ist ebenso menschlich wie die bewusste Desinformation – und manchmal ist die Ursache schlicht Zeitmangel.

Diese Petitesse steht im Artikel „Wie man Wissenschaft zugänglich macht“ (Zeit, Nr. 42/2018), mit dem sich Volker Stollorz und Reinhard Hüttl mit zum Teil fragwürdigen Argumenten für die Bildung einer Stiftung für Wissenschaftsjournalismus stark machen. Leider versäumen sie aber zu erklären, wofür das Geld verwendet werden soll. Der Beitrag verstärkt die Forderungen, die bereits im Gutachten der Akademien „Zur Gestaltung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und den Medien“ (WÖM II) 2017 in Berlin erhoben wurden: öffentliches Geld für Wissenschaftsjournalismus zu reklamieren. Nur dass sie jetzt Geld aus der Forschungsförderung dafür abzweigen wollen. Ist das gerechtfertigt?

Für ihr Plädoyer deuten sie geschichtliche Tatsachen zum Teil um. Sie behaupten zwar zu Recht, dass nach dem PUSH-Memorandum 1998/99 „viel passiert“ sei, beschränken das aber allein auf die „Wissenschaftskommunikation“– einen Begriff, der zur Zeit des PUSH-Memorandums noch gar nicht im Gebrauch war. Sicher: mittlerweile gibt es bundesweite Wissenschaftsjahre, Hochschulen veranstalten Vorlesungen für Kinder, Universitäten lange Nächte der Wissenschaft und so weiter. Aber historisch falsch ist, dass im selben Zug – wie man aus ihrem Text herauslesen kann – „die öffentlichen und privaten Medien ihre Wissenschaftskompetenz abgebaut“ hätten. Das ist historisch nicht haltbar.

Die fetten Jahre des Wissenschaftsjournalismus

Ab 1998/99 stieg nämlich zunächst erheblich gerade der Anteil des Wissenschaftsjournalismus in den Medien. Das geschah zeitlich deutlich bevor die Forschungseinrichtungen und Hochschulen ihre eigene Kommunikation ausbauten. Ab etwa 1998 gab es neue Wissenschaftsseiten nun auch in Regionalzeitungen (WAZ, NRZ, Rheinische Post, und viele andere). Manche Überregionalen starteten mit täglicher Wissenschaftsseite – so die Welt und die Süddeutsche Zeitung – die bis dahin nur einmal wöchentlich Wissenschaft geboten hatten. Auch die ZEIT schärfte ihr Profil in Richtung Wissenschaft und Hochschule. Erinnert sei auch an ein komplettes Buch Feuilleton der FAZ bestehend nur aus den Anfangsbuchstaben der vier Nukleinbasen der DNA, ATCG, als das menschliche Genom entschlüsselt worden war. Neue Formate entstanden auch in öffentlichen und privaten TV-Sendern, so etwa Galileo (Pro7) ab November 1998. Nano (3Sat) startete im Dezember 1999, Quarks und Co (seit 1993) bekam mehr Sendezeit – statt 12 Mal im Jahr nun 14-täglich.

Die Bertelsmann-Stiftung bildete 2000 eine Arbeitsgruppe zur Verbesserung der „Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftsjournalismus“, deren Mitglied ich damals war, die auch Journalistinnen und Journalisten in regionalen Medien im Blick hatte. Aus ihr ging 2004 die jährliche Messe für Wissenschaftsjournalismus „Wissenswerte“ (Bremen) hervor sowie weitere regional organisierte Fortbildungen und ebenso die Studiengänge Wissenschaftsjournalismus an der TU Dortmund und der Hochschule Darmstadt. Beide haben viele Journalisten gut ausgebildet und die TU Dortmund und das Karlsruher Institut für Technologie – neben anderen – bilden sie heute noch aus.

Ausbau der Wissenschaftskommunikation unabhängig vom Journalismus

Bei Stollorz und Hüttl liest es sich aber so, als ob die Wissenschaftskommunikation den Wissenschaftsjournalismus verdrängt habe. Der Ausbau der Presse- und Kommunikationsabteilungen in Forschung und Lehre ging aber erst 2005/06 richtig los mit dem Start und als Konsequenz der Exzellenzinitiative von Bund, Ländern, DFG und Wissenschaftsrat.  Selbst Unis wie Bayreuth oder Regensburg, die bis dahin nur einzelne Personen in ihren Pressestellen hatten, statteten sie nun besser aus. Später kamen hier wie anderswo Social-Media-Verantwortliche dazu. So schlossen die Kommunikationsabteilungen deutscher Unis auf zu ähnlichen Personalzahlen wie sie britische, schwedische oder niederländische Unis längst hatten.

Die Konzentration im Journalismus und der damit verbundene Abbau von Kapazitäten hatte zudem ganz vornehmlich wirtschaftliche Gründe. Die Verlagshäuser verloren das Anzeigengeschäft ans Internet (Google, Scout24, etc.) und die Zeitungen „verschenkten“ ihre Inhalte, je mehr sie ihre eigene Internetpräsenz ausbauten. Deren Websites waren – und sind bis heute weitgehend – nur ein Kostenfaktor aber kaum ein Einnahmeinstrument. Mit der Finanzkrise 2008, also etwa zehn Jahre nach dem erheblichen Ausbau, gingen die „fetten Jahre“ des Wissenschaftsjournalismus zu Ende.

Abbau im Journalismus und Kontrollverlust über „wahr und falsch

Dabei ließ nicht allein der Wissenschaftsjournalismus Federn: Die Printmedien konnten den Verlust des Anzeigengeschäfts an die Digitalen Medien nicht mehr kompensieren und rupften ihre Redaktionen gleichzeitig in allen Sparten. Der WAZ-Konzern zum Beispiel hat damals allein im Ruhrgebiet in kürzester Zeit mehr als 450 Journalistinnen und Journalisten „freigesetzt“, darüber hinaus Regionalausgaben und Titel (zum Beispiel die Westfälische Rundschau) eingestellt. Mit der Konzentration entstanden Zentralredaktionen, die seitdem alle Ausgaben des Konzerns beliefern und sie uniformieren. Diesem Beispiel folgten bald andere Häuser, etwa Dumont.

Das Abwandern des Publikums in die Sozialen Medien verstärkte diese Konzentration. Die Folgen sind bekannt: Die Öffentlichkeit differenzierte sich immer mehr bis hin zur Zersplitterung. Mit dem stetigen Verlust an Auflage und der Konzentration der Zeitungen einher ging der Verlust ihrer demokratischen Orientierungsfunktion. Seit das Internet jedem ohne große Mühe und Kosten zur Verfügung steht, können alle selbst Sender und Empfänger gleichzeitig sein. Die Folge ist Wildwuchs mit weitgehendem Verlust von Kontrolle über „wahr und falsch“. Diesen Kontrollverlust potenzierte ab cirka 2015 der nun aufkommende moderne Begriff „Fake News“ für Diffamierungen wie für politisch motivierte Lügen, den Donald Trump bis zum Exzess einsetzt. In Deutschland gerieten die Medien unter den von AfD und Pegida wiederholt skandierten Verdacht der „Lügenpresse“ und „Gleichschaltung“ – ebenfalls aus politisch motivierten Gründen. Dass inzwischen auch die Wissenschaft sich solchen Vorwürfen ausgesetzt sieht, hat sie zum Teil sich selbst zu verdanken. Die Exzellenzinitiative hat die Konkurrenz unter den Unis deutlich verschärft und das Prinzip „public or perish“ so verstärkt, dass letztlich qualitativ zweifelhafte Beiträge gedruckt und später aus Journals zurückgezogen werden mussten – selbst von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (Hwang Woo-suk, Jan Schön, oder zuletzt an der Cornell University Brian Wansink). Dies sind Entwicklungen, denen sich Wissenschaftsjournalismus, Wissenschafts-PR und alle anderen Akteurinnen und Akteure der Wissenschaftskommunikation gleichermaßen stellen müssen.

Braucht es wirklich mehr Ausbildung?

Gegen diese Entwicklung stemmen sich nun Hüttl und Stollorz mit dem Vorschlag zur Gründung einer Stiftung für Wissenschaftsjournalismus: „Eine solche Institution könnte nicht nur die Aus- und Weiterbildung von Journalisten aller Ressorts fördern. Sie diente auch als Experimentierraum für neue journalistische Formen.“ Das ist aus meiner Sicht nichtssagend und lässt viele Fragen aufkommen. Soll die Stiftung allein Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten vorbehalten sein? Oder sollen Journalistinnen und Journalisten aller Ressorts ausgebildet werden? Was bedeutet im Namen der Stiftung dann die Beschränkung auf Wissenschaftsjournalismus?

Zudem: Gibt es in Deutschland tatsächlich keine ausreichenden Kapazitäten für die Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten – auch mit Wissenschaftsschwerpunkt? Zählen sie nichts, die Studiengänge an Universitäten und Hochschulen, die Journalistenschulen in München, Hamburg und anderswo, die Kurse des Deutschen Journalistenverbandes, von Haus Busch und anderen – um nur einige prominente Namen zu nennen?

Drängender noch: Wo sollen die zusätzlich Ausgebildeten ihre Beiträge loswerden? Es gibt bereits reichlich gute Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten. Sie finden nur keine Jobs und wandern deshalb in die PR ab. Warum also die Ausbildungskapazitäten erweitern? Die Antwort darauf bleiben die Autoren schuldig. Sie verraten auch nicht, für welche konkreten Projekte, Medien und Aufgaben die Mittel der Stiftung tatsächlich fließen sollen.

Finanzierung aus Mitteln der Forschungsförderung schafft Konkurrenz

Völlig aberwitzig erscheint zudem ihr Vorschlag zur Finanzierung der Stiftung: „Ihre Gelder könnten aus der öffentlichen Forschungsförderung und aus privaten Mitteln kommen.“ Das ist alles andere als systemkonform. Wissenschaftsjournalismus ist und bleibt in erster Linie Journalismus – er ist nicht Teil des Wissenschaftssystems und kann es auch nicht werden. Zu groß ist zudem die Gefahr einer Vermischung mit der Folge, dass der Wissenschaftsjournalismus seine Glaubwürdigkeit verlieren könnte. Der Vergleich mag zwar abwegig klingen, aber der Reisejournalismus war zeitweise völlig diskreditiert, nachdem bekannt wurde, dass viele Reiseveranstalter die Journalistinnen und Journalisten mit angenehmen Aufenthalten in exotische Gebiete gelockt und korrumpiert haben.

Es kann daher nicht Aufgabe des Wissenschaftssystems sein, Wissenschaftsjournalismus zu finanzieren. Denn wäre nicht auch ein Aufschrei vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erwarten, wenn ihnen Projekte abgelehnt würden und sie das mit der Förderung von Wissenschaftsjournalismus in Verbindung brächten? Wissenschaftsjournalismus ist Teil der Medienwelt – und diese ist weitestgehend Teil des Wirtschaftssystems. Führte man sie zusammen, könnten Journalistinnen und Journalisten dann noch mit gutem Grund über die allzu große Nähe der Wirtschaft zur Wissenschaft berichten?

Kein Wort fällt darüber, wie hoch die Stiftung für Wissenschaftsjournalismus dotiert werden müsste, damit sie überhaupt arbeitsfähig wäre, noch woher konkret die Mittel abgezweigt werden sollten. In WÖM II hieß es „kostenneutrale Umverteilung – aus Mitteln der Rundfunkbeiträge.“ Wenn sie nun aber von der Forschungsförderung kommen sollen, heißt das DFG, Bund oder woher? Außerdem: Welcher Art Stiftung ist angedacht? Mit eigenem Vermögen? Bei gegenwärtiger Zinslage müssten es schon mehrere Hundert Millionen Euro Stiftungskapital sein, damit sie nebst den Verwaltungskosten etwas auszuschütten hat. Oder als Bundesstiftung, die dem jährlichen Haushaltsvorbehalt untersteht. Und was ist nun plötzlich aus den Bedenken geworden, dass „staatliche Maßnahmen im Bereich Information und Kommunikation (…) aus grundsätzlichen demokratietheoretischen Überlegungen problematisch“ sind? (WÖM II, Empfehlung 4).

Das eigentliche Problem: Der Mangel an Aufmerksamkeit

Zu guter Letzt: Nicht der Mangel an gutem Wissenschaftsjournalismus ist das Problem, sondern die Beschleunigung der Medienwelt verbunden mit Zeitmangel sowie Verkümmerung von Aufmerksamkeit beim Publikum – was sich nicht zuletzt in den Schulen zeigt, etwa an den in vielen Jahren gestiegenen Verschreibungen für Ritalin gegen ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) oder den Klagen von Professoren, dass Studierende kaum noch eine Vorlesung durchhalten.

Verlässliche Informationen über Wissenschaft und Forschung sind zudem in Hülle und Fülle vorhanden und für jedermann leicht zugänglich. Es fehlt – hier ist den Autoren zuzustimmen – an Orientierung durch einordnenden Wissenschaftsjournalismus. Aber ist es wirklich Aufgabe der Wissenschaft selbst, dafür die Rechnung zu bezahlen? Und kann die Gesellschaft sich wirklich eine zentrale ordnende Hand wünschen, wie man sie etwa aus der Empfehlung Nr. 2 des Papiers WÖM II herauslesen kann? Dieser Vorschlag ist von der Community schon in der Diskussion in Berlin am Tag der Vorstellung des Gutachtens in Bausch und Bogen verrissen worden – auch kurz darauf von mir in meinem Blog satirisch als Theaterstück unter dem Titel: „Man fühlt Absicht und man ist verstimmt“.

Die Misere steckt im Pessimismus

Die Misere zeigt sich meines Erachtens ganz anderswo: Im von Medien vielfach verbreiteten Pessimismus. Der scheint mir eher ein Grund, warum viele Journalistinnen und Journalisten nicht mehr ihr Publikum erreichen. Es ist also nicht so sehr eine Frage der Qualität des Wissenschaftsjournalismus als vielmehr seines ureigenen Selbstverständnisses. Man könnte bei manchen Journalistinnen und Journalisten den Eindruck gewinnen, sie suchten zu häufig das Haar in der Suppe, vergessen aber gern, auch die Faszination für eine gut gekochte und schmackhafte Suppe zu erwähnen. Sicher: Wissenschaft ist nicht unantastbar. Sie irrt und verdient dann zurecht kritisiert zu werden. Aber sie ist auch faszinierend – und das kommt mir gelegentlich zu kurz.

Martin Spiewak hat kürzlich den Nerv getroffen, als er in einem langen Beitrag eine selbstkritische Medienschelte darüber übte, „Was nicht in der Zeitung steht“ (Zeit Nr. 40/2018). Die „déformation professionelle“ komme auch von dem Gedanken, dass „nur eine schlechte Nachricht (ist) eine gute Nachricht“ ist. Damit aber bedienen und heizen Medien täglich die Sensationslust der Konsumenten an. Die Fülle an begeisterten Leserbriefen für Spiewak zeigt, dass das Publikum sehr wohl den Wunsch hat, gute Entwicklungen präsentiert zu bekommen. Wenige Wochen später klagte der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen am selben Ort (Zeit 42) unter dem Titel „Genug der Apokalypse“ gegen den allgemein verbreiteten Pessimismus in den Medien und plädierte für mehr Bildungsoptimismus.

Kann es vielleicht daher sein, dass das Verständnis mancher (Wissenschafts-)Journalistinnen und Journalisten, die gern das Negative instrumentalisieren, nicht die Lösung, sondern vielmehr das eigentliche Problem ist? Ein Plädoyer für einen anderen Journalismus könnte hier hilfreich sein.

Zugleich erschienen inhttps://www.wissenschaftskommunikation.de/wissenschaft-ist-fuer-jeden-zugaenglich-19985/ 

 

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2 Gedanken zu „Wissenschaft ist für jeden zugänglich

  1. Ich lese diesen Beitrag so: 85% der Zeilen gehen in eine detaillierte Aufstellung dessen, worin ein jüngster Artikel der Zeit zu Wissenschaft in der Presse schwach ist, 14% gehen in eine Hypothese, dass Pessimismus die Ursache für Unzufriedenheit von Presseproduzenten und -konsumenten mit der Presse sein könnte, und 1% Lösungsvorschlag. Ich weiss nicht, was es analytisch bringt, Pessimismus als Ursache für irgendwas zu benennen, aber ich sehe auch, dass der Glaube an den technologischen und medizinischen Fortschritt in D geringer ist als z.B. in USA. Was ist eigentlich mit Neugier? Die meisten WissenschaftlerInnen folgen ihrer Neugier, und wie neugierig sind JournalistInnen und ihre LeserInnen? Würd mich interessieren.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie scheinen ein Freund von Zählung, Schätzung und Statistik zu sein … 😉
      Ich sehe es etwas anders: Ich wende mich mit meinem Beitrag gegen die Forderung mancher Wissenschaftsjournalisten, die ihre Arbeit aus öffentlichen Mitteln, erst recht aus Mitteln der Forschungsförderung bezahlt haben möchten. Da aber die Autoren des ZEIT-Beitrags aus meiner Sicht Geschichtsklitterung betreiben bzw. ihre historisch falsche Sicht nutzen, um ihrer Forderung mehr Ausdruck zu verleihen, muss ich zeigen, worin sie sich (und ihre Leser) täuschen. Daher verwende ich so viel Raum für die Geschichte der Wissenschaftskommunikation in Deutschland in den letzen gut 20 Jahren, die ich aktiv miterlebt und zum Teil mitgestaltet habe.
      Mir ist wichtig zu betonen, dass ich sehr wohl dem Wissenschaftsjournalismus eine hohe Wertschätzung entgegenbringe und ihn als sehr wichtig und nützlich auch für die Gesellschaft und den Erhalt und die Festigung der Demokratie empfinde. Aber ich frage mich – und habe nur partiell hier eine Lösung angedeutet -, ob manche maßgebliche Kreise im Wissenschaftsjournalismus gut beraten sind, wenn sie sich vorwiegend mit negativer Kritik an der Wissenschaft befassen, anstatt die Erkenntnisse und Segnungen der Wissenschaft in den Blick zu nehmen. Darüber wäre zu diskutieren, wie über die Frage, mit welcher Art von Journalismus er sein verlorenes Terrain und das Publikum zurückgewinnen könnte, das bereit wäre für gute Arbeit zu zahlen, bevor er Geld von Dritten fordert – egal von wem.

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