Von „Kinder-Unis“ und wie sich journalistische Rollen verwischen

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Neulich war ich wieder mal in Sachen Kinder-Unis unterwegs. Die Redaktion Wissenschaft und Bildung des Deutschlandfunks hatte mich für die Sendung „Campus & Karriere“ zu einem Streitgespräch mit der Tübinger Journalistin Ulla Steuernagel gebucht (gesendet am 16.5.2015). Ich sollte die „Gegnerposition“ einnehmen. Eine Rolle, die ich bereits ein Jahr zuvor auf der internationalen Kölner Kinderuni Tagung „Unterwegs zur besten Kinderuni“ gespielt hatte und in die mich damals Michael Seifert aus Tübingen gleichsam „gedrängt“ hatte. Na ja, „halb zog er mich, halb sank ich hin“.

Wenn ich das Streitgespräch mit Ulla Steuernagel erneut höre, kommt es mir so vor, als ob wir aneinander vorbeireden. Sie hat nur den Blick frei für die Erfolgsstory der Kinder-Unis und deren nicht erwiesene Rolle in der frühkindlichen Bildung. Mein Blick richtet sich daran vorbei auf die Aufgaben, Zielgruppen und Finanzen von Universitäten. Dabei leugne ich keineswegs, dass Kinder vom Besuch der Kinder-Unis fasziniert nach Hause zurückkehren und dass auch Professoren ihren Spaß an den Veranstaltungen haben. Doch darum geht es mir hier gar nicht. Von „Kinder-Unis“ und wie sich journalistische Rollen verwischen weiterlesen

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Über das Erscheinungsbild der Ruhr-Universität Bochum

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Warum mein Blog mit diesem Beitrag startet

Zum ihrem 50jährigen Jubiläum 2015 gibt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der ersten Juniwoche den Band „Blaues Wunder“ heraus. Er enthält 50 Beiträge von Autoren mit ihrem „persönlichen Bild eines jeweils besonderen Aspekts der Entwicklung und der Gegenwart unserer Alma Mater“ (http://www.ruhr-uni-bochum.de/rub50/publikationen-blaues-wunder.html). Auch mein Beitrag – eine Hommage an die RUB – sollte dort erscheinen.

Im Oktober 2014 bat mich der Herausgeber des Jubiläumsbandes, für diesen Band einen Text zur Entwicklung des Corporate Design der RUB zu verfassen. Seine einzige Vorgabe war „7 Seiten“. Mitte Dezember habe ich meinen Text mit dem guten Gefühl abgeliefert, einen „runden Text“ geschrieben zu haben. Ich hatte mir viel Mühe gegeben, ihn mehrfach überarbeitet und Tipps von Freunden und Kennern eingearbeitet.

Anfang Februar 2015 bekam ich ihn vom Herausgeber erheblich „überarbeitet“ zurück. Insbesondere meine Erklärung, aus welchem hochschulpolitischen Verständnis im Logo der RUB das „B“ mager gedruckt wird, glaubte der Herausgeber aus Rücksicht gegenüber Stadtspitze Bochums streichen zu müssen. Ich hätte gern meinen Beitrag im „Blauen Wunder“ gesehen. Aber ich war nicht bereit, meine Formulierungen auf dem „Altar der political correctnes“ zu opfern. Der Text erscheint also dort nicht, vielleicht auch deshalb, weil ich mir „zuviel subjektive Sicht“ erlaubt habe, die doch angeblich den „Reiz dieser Sammlung“ ausmachen soll.

Da ich weiterhin von der Qualität meines Aufsatzes überzeugt bin, veröffentliche ich ihn hier. Ich verstehe ihn weiterhin als einen kritischen Glückwunsch zum 50.! Der Text ist vielleicht zu lang für einen Blogeintrag – wer ihn daher nicht am Rechner lesen will, kann sich die PDF-Datei hier herunterladen. Über das Erscheinungsbild der Ruhr-Universität Bochum weiterlesen

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